Der eine ist Sohn eines Waadtländer Bauern, der andere Sohn eines eingebürgerten kabylischen Seeigelfischers. Stéphane und Mehdi sind Schweizer. Also neutral. Das ist übrigens das Einzige, was sie mit einem Zürcher Bankier oder einem Schwinger aus dem Toggenburg gemeinsam haben. Es ist schon seltsam, dass man die Neutralität zum höchsten Identitätswert erhoben hat. Aber was bedeutet das eigentlich? Bedeutet es, geschmacklos, geruchlos und mutlos zu sein, oder im Gegenteil, klug und gerecht? Kann man wirklich neutral sein, und ab wann ist man es nicht mehr? Während in Europa das Kriegstrommeln ertönt und die alte Welt zusammenbricht, begeben sich Stéphane und Mehdi auf einen weltumspannenden und introspektiven Roadtrip auf der Suche nach diesem besonderen Status, getrieben von der Angst, dass er verschwinden könnte. Eine skurrile Identitätssuche inmitten einer nationalen Gewissenskrise.